Lyriden


Die Lyrien sind ein periodischer Meteorstrom, dessen Radiant (der Punkt, aus dem die Sternschnuppen herzukommen scheinen) sich im südwestlichen Bereich des Sternbildes Leier (lateinisch Lyra), etwa 10° rechts unterhalb des hellweißen Hauptsterns Vega befindet, das den Lyriden den Namen gab.

Die Lyriden treten vom 16. April bis 25. April auf, wobei der Höhepunkt in der Nacht vom 21. auf 22. April ist. Bei besten atmosphärischen Beobachtungsbedingungen (ohne Mond- und Streulicht) beträgt die maximale Zahl beobachtbarer Sternschnuppen (Zenithal Hourly Rate, ZHR) etwa 18 pro Stunde, wird aber in Mitteleuropa kaum erreicht. Der Mutterkörper ist der Komet C/1861 G1 (Thatcher), der 415 Jahre für einen Sonnenumlauf benötigt.

Wie bei den meisten Sternschnuppenschwärmen ist die beste Beobachtungszeit der Lyriden am Morgenhimmel, doch sind einzelne Sternschnuppen wegen des schon hoch über dem Horizont stehenden Radianten auch schon ab Mitternacht zu sehen.

Aufsuchkarte des Meteorstroms der Lyriden. Grafik: Stellarium